Küchentisch mit frischem Gemüse in einem Stoffbeutel, Obst in einer Schale und Gemüseresten auf einem Schneidebrett

Österreichisches Informationsportal gegen Lebensmittelverschwendung

Lebensmittel retten fängt zu Hause an

Mehr als die Hälfte der österreichischen Lebensmittelabfälle entsteht in privaten Haushalten. Hier stehen die Zahlen dazu, das Wissen zum Haltbarkeitsdatum und die Tipps, die im Alltag tatsächlich etwas ändern.

  • 1,18 Mio. Tonnen[1] Lebensmittelabfälle pro Jahr in Österreich, gesamte Wertschöpfungskette Datenstand 2023 · Eurostat (Meldung Österreichs)
  • 53,9 %[1] davon entstehen in privaten Haushalten Datenstand 2023 · Eurostat (Meldung Österreichs)
  • 40 kg[2] vermeidbare Lebensmittel pro Kopf und Jahr Datenstand 2022 · BMLUK – Österreichische Haushalte

Alle Zahlen mit Definition und Quelle ansehen

Was Lebensmittelverschwendung genau bedeutet

Lebensmittelverschwendung meint den Teil der Lebensmittelabfälle, der vermeidbar gewesen wäre: Lebensmittel, die noch genussfähig und oft ungeöffnet sind und trotzdem weggeworfen werden. Davon zu unterscheiden sind nicht vermeidbare Abfälle wie Schalen, Strünke und Knochen – sie fallen auch im sorgsamsten Haushalt an.[3]

Dieser Unterschied erklärt, warum Zahlen zum Thema oft weit auseinandergehen. Deshalb nennt auf dieser Website jede Zahl, was gemessen wurde, aus welchem Jahr sie stammt und wer sie erhoben hat.

Zu den Zahlen für Österreich – mit Definitionen und Methodik

Warum es sich lohnt, damit anzufangen

Es kostet Geld

Restmüllanalysen der BOKU Wien beziffern die vermeidbaren Lebensmittel auf bis zu 133 kg[4] pro Haushalt und Jahr – eingekauft, bezahlt und nie gegessen. Vermeidbare Lebensmittel machen 14,5 %[4] der Restmüllmasse von Haushalten aus.

Es belastet das Klima

Weltweit gehen 8 bis 10 %[5] der Treibhausgasemissionen auf Lebensmittelverluste und -abfälle zurück. 28 %[5] der Agrarfläche wird für Lebensmittel bewirtschaftet, die nie gegessen werden.

Es ist machbar

In Haushalten sind rund 56 %[2] der Lebensmittelabfälle vermeidbar. Das Ziel SDG 12.3 sieht eine Halbierung bis 2030 vor – der Hebel liegt zu einem großen Teil in der eigenen Küche.

Drei Dinge, die heute schon wirken

  1. Vor dem Einkauf in den Kühlschrank schauen. Doppelkäufe sind eine der häufigsten Ursachen für verdorbene Lebensmittel. Ein Foto genügt als Merkhilfe.
  2. Beim Einräumen Älteres nach vorne. Was nach hinten wandert, wird vergessen – und landet später im Müll.
  3. Vor dem Wegwerfen das Datum lesen. „Mindestens haltbar bis“ heißt prüfen, „zu verbrauchen bis“ heißt entsorgen.

Alle 18 Tipps, nach Alltagssituation geordnet

Welcher Foodwaste-Typ bist du?

Drei Fragen, keine richtigen oder falschen Antworten – und am Ende die drei Schritte, die in deinem Haushalt am meisten bringen.

  • Die Semmel
  • Der Apfel
  • Das Punschkrapferl
  • Der Lauch

Quiz starten

Häufige Fragen zu Lebensmittelverschwendung

Österreich meldet nach der EU-Methodik rund 1,18 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle pro Jahr, das sind 130 Kilogramm pro Kopf. Darin sind auch nicht vermeidbare Anteile wie Schalen, Strünke und Knochen enthalten. Rund 53,9 Prozent davon entstehen in privaten Haushalten. Datenstand: Referenzjahr 2023.

Alle Zahlen für Österreich mit Definition und Datenstand

In österreichischen Haushalten fielen 2022 rund 635.000 Tonnen Lebensmittelabfälle an, davon waren rund 358.000 Tonnen vermeidbar – also noch genussfähige Lebensmittel. Das sind etwa 40 Kilogramm pro Kopf und Jahr.

Wie sich vermeidbare und nicht vermeidbare Abfälle unterscheiden

Das Mindesthaltbarkeitsdatum („mindestens haltbar bis“) ist ein Qualitätsdatum: Bis dahin garantiert der Hersteller die volle Genusstauglichkeit, danach sind Lebensmittel oft noch länger genießbar. Das Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis“) ist ein Sicherheitsdatum und steht auf sehr leicht verderblichen Lebensmitteln wie Faschiertem, frischem Geflügel und rohem Fisch. Nach dessen Ablauf gilt ein Lebensmittel nicht mehr als sicher und soll entsorgt werden.

Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum im Vergleich

In der Regel nein. Schimmelpilzgifte können sich im gesamten Lebensmittel verteilen, auch dort, wo nichts zu sehen ist. Verschimmelte Lebensmittel gehören deshalb vollständig entsorgt. Wegschneiden empfiehlt die AGES „wenn überhaupt“ nur bei Speck und Hartkäse, an denen der Schimmel nur an der Oberfläche wachsen kann – und dann mindestens ein bis zwei Zentimeter.

Was die AGES zu Schimmel auf Lebensmitteln sagt

Brot und Gebäck sowie Obst und Gemüse. Restmüllanalysen der BOKU Wien weisen für Brot und Gebäck 28 Prozent und für Obst und Gemüse 27 Prozent der noch genussfähigen weggeworfenen Lebensmittel aus; Milchprodukte und Eier folgen mit 12 Prozent, Fleisch und Fisch mit 11 Prozent.

Welche Lebensmittel Haushalte am häufigsten wegwerfen

Drei Dinge wirken am schnellsten: vor dem Einkauf in den Kühlschrank schauen und eine Liste schreiben, beim Einräumen Älteres nach vorne stellen, und vor dem Wegwerfen zuerst prüfen, welches Datum auf der Packung steht.

Alle 18 Alltagstipps, nach Situation geordnet

Worauf diese Website beruht

lebensmittelverschwendung.at ist ein redaktionelles Informationsangebot der Byte Media GmbH aus Baden bei Wien. Die Inhalte stützen sich auf amtliche österreichische und europäische Quellen; sicherheitsrelevante Aussagen folgen der AGES.

Jede Zahl auf dieser Website nennt, was gemessen wurde, aus welchem Jahr sie stammt und wo sie nachzulesen ist. Wenn etwas nicht belegbar ist, steht es hier nicht.

Wer dahintersteht und wie wir arbeiten · Fehler melden

Zuletzt geprüft und aktualisiert: · Redaktion: Byte Media GmbH

Quellen dieser Seite

Die Zahlen auf dieser Seite stammen aus den folgenden Veröffentlichungen. Jede Hochzahl im Text führt direkt zum passenden Eintrag.

  1. Lebensmittelabfälle und Lebensmittelabfallvermeidung nach NACE-Rev.-2-Wirtschaftszweig (Datensatz env_wasfw). Eurostat – Statistisches Amt der Europäischen Union. Referenzjahr 2023, Datenabzug 18.02.2026. Quelle aufrufen
  2. Österreichische Haushalte (Lebensmittelabfälle in Österreich). Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK). Referenzjahr 2022. Quelle aufrufen
  3. Abgrenzung: Was genau sind Lebensmittelabfälle?. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK). abgerufen am 11.09.2026. Quelle aufrufen
  4. Lebensmittelverschwendung in Zahlen (Restmüllanalysen und Befragungen). Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Abfallwirtschaft. Presseaussendung vom 16.02.2021. Quelle aufrufen
  5. Food Waste Index Report 2024. United Nations Environment Programme (UNEP). Referenzjahr 2022, erschienen 2024. Quelle aufrufen