Es kostet Geld
Restmüllanalysen der BOKU Wien beziffern die vermeidbaren Lebensmittel auf bis zu 133 kg[4] pro Haushalt und Jahr – eingekauft, bezahlt und nie gegessen. Vermeidbare Lebensmittel machen 14,5 %[4] der Restmüllmasse von Haushalten aus.
Österreichisches Informationsportal gegen Lebensmittelverschwendung
Mehr als die Hälfte der österreichischen Lebensmittelabfälle entsteht in privaten Haushalten. Hier stehen die Zahlen dazu, das Wissen zum Haltbarkeitsdatum und die Tipps, die im Alltag tatsächlich etwas ändern.
Lebensmittelverschwendung meint den Teil der Lebensmittelabfälle, der vermeidbar gewesen wäre: Lebensmittel, die noch genussfähig und oft ungeöffnet sind und trotzdem weggeworfen werden. Davon zu unterscheiden sind nicht vermeidbare Abfälle wie Schalen, Strünke und Knochen – sie fallen auch im sorgsamsten Haushalt an.[3]
Dieser Unterschied erklärt, warum Zahlen zum Thema oft weit auseinandergehen. Deshalb nennt auf dieser Website jede Zahl, was gemessen wurde, aus welchem Jahr sie stammt und wer sie erhoben hat.
Zu den Zahlen für Österreich – mit Definitionen und Methodik
Restmüllanalysen der BOKU Wien beziffern die vermeidbaren Lebensmittel auf bis zu 133 kg[4] pro Haushalt und Jahr – eingekauft, bezahlt und nie gegessen. Vermeidbare Lebensmittel machen 14,5 %[4] der Restmüllmasse von Haushalten aus.
Weltweit gehen 8 bis 10 %[5] der Treibhausgasemissionen auf Lebensmittelverluste und -abfälle zurück. 28 %[5] der Agrarfläche wird für Lebensmittel bewirtschaftet, die nie gegessen werden.
In Haushalten sind rund 56 %[2] der Lebensmittelabfälle vermeidbar. Das Ziel SDG 12.3 sieht eine Halbierung bis 2030 vor – der Hebel liegt zu einem großen Teil in der eigenen Küche.
Drei Fragen, keine richtigen oder falschen Antworten – und am Ende die drei Schritte, die in deinem Haushalt am meisten bringen.
Österreich meldet nach der EU-Methodik rund 1,18 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle pro Jahr, das sind 130 Kilogramm pro Kopf. Darin sind auch nicht vermeidbare Anteile wie Schalen, Strünke und Knochen enthalten. Rund 53,9 Prozent davon entstehen in privaten Haushalten. Datenstand: Referenzjahr 2023.
In österreichischen Haushalten fielen 2022 rund 635.000 Tonnen Lebensmittelabfälle an, davon waren rund 358.000 Tonnen vermeidbar – also noch genussfähige Lebensmittel. Das sind etwa 40 Kilogramm pro Kopf und Jahr.
Wie sich vermeidbare und nicht vermeidbare Abfälle unterscheiden
Das Mindesthaltbarkeitsdatum („mindestens haltbar bis“) ist ein Qualitätsdatum: Bis dahin garantiert der Hersteller die volle Genusstauglichkeit, danach sind Lebensmittel oft noch länger genießbar. Das Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis“) ist ein Sicherheitsdatum und steht auf sehr leicht verderblichen Lebensmitteln wie Faschiertem, frischem Geflügel und rohem Fisch. Nach dessen Ablauf gilt ein Lebensmittel nicht mehr als sicher und soll entsorgt werden.
In der Regel nein. Schimmelpilzgifte können sich im gesamten Lebensmittel verteilen, auch dort, wo nichts zu sehen ist. Verschimmelte Lebensmittel gehören deshalb vollständig entsorgt. Wegschneiden empfiehlt die AGES „wenn überhaupt“ nur bei Speck und Hartkäse, an denen der Schimmel nur an der Oberfläche wachsen kann – und dann mindestens ein bis zwei Zentimeter.
Brot und Gebäck sowie Obst und Gemüse. Restmüllanalysen der BOKU Wien weisen für Brot und Gebäck 28 Prozent und für Obst und Gemüse 27 Prozent der noch genussfähigen weggeworfenen Lebensmittel aus; Milchprodukte und Eier folgen mit 12 Prozent, Fleisch und Fisch mit 11 Prozent.
Drei Dinge wirken am schnellsten: vor dem Einkauf in den Kühlschrank schauen und eine Liste schreiben, beim Einräumen Älteres nach vorne stellen, und vor dem Wegwerfen zuerst prüfen, welches Datum auf der Packung steht.
lebensmittelverschwendung.at ist ein redaktionelles Informationsangebot der Byte Media GmbH aus Baden bei Wien. Die Inhalte stützen sich auf amtliche österreichische und europäische Quellen; sicherheitsrelevante Aussagen folgen der AGES.
Jede Zahl auf dieser Website nennt, was gemessen wurde, aus welchem Jahr sie stammt und wo sie nachzulesen ist. Wenn etwas nicht belegbar ist, steht es hier nicht.
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Zuletzt geprüft und aktualisiert: · Redaktion: Byte Media GmbH
Die Zahlen auf dieser Seite stammen aus den folgenden Veröffentlichungen. Jede Hochzahl im Text führt direkt zum passenden Eintrag.