Über das Projekt
Warum lebensmittelverschwendung.at genauer hinschaut
Ein kleines Redaktionsprojekt mit einer einfachen Regel: Was hier steht, muss sich nachlesen lassen – bei der Stelle, die dafür zuständig ist.
Warum dieses Projekt existiert
Über Lebensmittelverschwendung kursieren viele Zahlen, und die wenigsten sagen dazu, was sie eigentlich messen. „Eine Million Tonnen“, „114 Kilogramm“, „70 Prozent vermeidbar“ – solche Angaben stehen oft nebeneinander, obwohl sie aus verschiedenen Erhebungen stammen und Unterschiedliches meinen. Wer sie vergleicht, vergleicht in Wahrheit Äpfel mit Birnen.
Dasselbe gilt für Alltagsfragen. Ist das noch gut? Darf man Schimmel wegschneiden? Was bedeutet dieses Datum auf der Packung? Falsche Antworten führen entweder dazu, dass einwandfreies Essen weggeworfen wird – oder dazu, dass jemand etwas isst, das er besser nicht essen sollte.
Diese Website versucht beides zu vermeiden: belegte Zahlen mit klarer Definition, und bei Sicherheitsfragen die Linie der zuständigen Fachstelle. Wenn wir etwas nicht belegen können, steht es hier nicht – auch das gehört dazu.
Was du hier findest
Derzeit 21 Beiträge in fünf Themenbereichen, alle frei zugänglich und ohne Anmeldung.
Dazu kommen Werkzeuge, die ohne Anmeldung und ohne Datenabgabe funktionieren: das Foodwaste-Quiz, das vollständig im Browser rechnet, und Grafiken zum Weiterverwenden für Unterricht und Vorträge.
Wer dahintersteht
lebensmittelverschwendung.at ist ein redaktionelles Informationsangebot der Byte Media GmbH, Beethovengasse 4–6, Lokal 6, 2500 Baden bei Wien. Geschäftsführer und nach § 25 Mediengesetz für den Inhalt verantwortlich ist Lambertus Leo Kobes. Die vollständigen Angaben stehen im Impressum.
Das Angebot ist kein Verein, keine Kampagne und keine Behördenseite. Es ist eines der Onlineangebote eines österreichischen Unternehmens – und das soll man wissen, wenn man die Inhalte liest.
Wir sind keine Lebensmittelchemikerinnen, keine Ernährungsberater und keine Behörde. Unsere Aufgabe ist eine andere: den Stand der zuständigen Quellen verständlich und nachprüfbar wiederzugeben. Deshalb steht bei sicherheitsrelevanten Aussagen immer dabei, worauf sie beruht.
Zum Verantwortlichen
Wer für die Inhalte geradesteht, sollte auffindbar sein. Diese Profile gehören der verantwortlichen Person – die Website selbst hat keine eigenen Konten.
- Profilseite von Leo Kobes leokobes.com – die ausführliche Vorstellung
- LinkedIn beruflicher Werdegang
- XING beruflicher Werdegang
- X (vormals Twitter) persönliches Konto, überwiegend zu Webthemen
Die fachliche Verantwortung nach § 25 Mediengesetz steht im Impressum. Für Hinweise zu dieser Website ist der Kontaktweg der schnellere: Nachrichten über soziale Netzwerke gehen leicht unter.
So entsteht ein Beitrag
Sechs Schritte, immer in dieser Reihenfolge. Der vierte ist der, bei dem am häufigsten etwas wieder herausfliegt.
-
1. Frage
Am Anfang steht eine konkrete Frage aus dem Alltag – „Ist das noch gut?“, „Wie viel wird eigentlich weggeworfen?“ –, nicht ein Suchbegriff.
-
2. Primärquellen
Wir suchen die zuständige Stelle und lesen dort nach: EU-Recht, AGES, Ministerium, Statistikamt. Sekundärartikel sind keine Grundlage.
-
3. Entwurf
Der Text entsteht mit der Quelle daneben. Jede Zahl kommt ins zentrale Register, mit Definition und Bezugsjahr.
-
4. Sicherheitsprüfung
Alle Aussagen zu Verzehr, Schimmel, Kühlung und Risikogruppen werden gegen die AGES geprüft. Im Zweifel gilt die vorsichtigere Auskunft.
-
5. Veröffentlichung
Die Seite geht mit Quellenverzeichnis und Datum online. Was sich nicht belegen lässt, erscheint nicht – auch wenn es gut klingt.
-
6. Aktualisierung
Datenstände veralten. Bei jeder Prüfung wird das Datum am Seitenende neu gesetzt – und nur dann.
Unsere Quellenhierarchie
Von oben nach unten: Welche Stelle für welche Frage zuständig ist. Derzeit stützen sich die Inhalte auf 21 benannte Quellen, jede mit Link und Stand.
-
EU-RechtLebensmittelinformationsverordnung 1169/2011, Basisverordnung 178/2002 – für Definitionen und Rechtsfolgen.
-
ÖsterreichAGES für Lebensmittelsicherheit, BMLUK und Umweltbundesamt für das Abfallmonitoring, Statistik Austria.
-
Deutschland und SchweizBundeszentrum für Ernährung und Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen – nur für Aussagen, die diese Länder betreffen.
-
Europa und WeltEurostat für vergleichbare Statistik, UNEP und FAO für globale Einordnung.
-
ForschungZum Beispiel die BOKU Wien für Restmüllanalysen – benannt und mit Erhebungsjahr.
-
Nicht verwendetBlogs, Händlertexte, Beiträge in sozialen Netzwerken und Sekundärartikel als Grundlage für Sicherheits- oder Zahlenaussagen.
- Jede Zahl nennt Quelle, Bezugsjahr und Definition. Am Ende jeder Seite steht ein Quellenverzeichnis; jede Hochzahl im Text führt dorthin.
- Keine methodisch unvereinbaren Zahlen nebeneinander. Gesamtmenge und vermeidbarer Anteil werden nicht vermischt. Wenn zwei Quellen auseinandergehen, steht dabei, warum.
- Bei Sicherheitsfragen gilt die vorsichtigere Auskunft. Wo die AGES vom Verkosten abrät, raten wir ab – auch wenn dabei mehr weggeworfen wird.
- Wo eine Quelle fehlt, steht das da. Auf der Seite zum Mindesthaltbarkeitsdatum etwa sagen wir ausdrücklich, dass wir für Österreich keine amtliche Aussage zum Verkauf nach Ablauf gefunden haben.
Was wir bewusst nicht tun
- Keine versteckte Werbung. Derzeit gibt es hier keine Werbung, keine bezahlten Beiträge und keine Affiliate-Links. Sollte sich das ändern, wird es gekennzeichnet.
- Keine unbelegten Zahlen. Eine oft zitierte Euro-Angabe je Haushalt haben wir bewusst weggelassen, weil die Quelle nicht offenlegt, wie die Spanne zustande kommt.
- Keine erfundenen Prüfungen. Wir behaupten keine fachliche Begutachtung, solange niemand begutachtet hat, und führen keine Gütesiegel, die wir nicht haben.
- Keine Bewertungen der eigenen Seite. Weder Sterne noch Rezensionen für das eigene Angebot – das wäre ein Richtlinienverstoß, unabhängig davon, wie sie zustande kämen.
- Kein Tracking, keine Cookies, keine fremden Server. Schriften, Bilder und Skripte liegen auf unserem eigenen Server; deshalb gibt es hier auch keinen Cookie-Banner. Nachzulesen in der Datenschutzerklärung.
- Keine individuelle Beratung. Die Inhalte ersetzen keine lebensmittelrechtliche, medizinische oder ernährungsmedizinische Beratung.
Wenn hier etwas falsch ist
Fehler passieren, und Datenstände veralten. Wenn dir etwas auffällt – eine überholte Zahl, ein falscher Link, ein missverständlicher Sicherheitshinweis –, schreib uns bitte an seo@byte.at oder über das Kontaktformular.
Was wir bereits korrigiert haben, steht offen auf der Seite Neu und aktualisiert – auch dort, wo es zeigt, dass vorher etwas falsch war.
So gehen wir mit Hinweisen um: Wir prüfen den Hinweis an der Primärquelle. Trifft er zu, wird die Stelle korrigiert und das Prüfdatum am Seitenende neu gesetzt. Trifft er nicht zu, antworten wir mit der Quelle, auf die wir uns stützen. Betrifft der Hinweis eine Sicherheitsaussage, ändern wir sie sofort und prüfen erst danach im Detail.
Was sich bisher geändert hat
Die großen Schritte im Überblick. Jede einzelne Änderung samt Begründung steht unter Neu und aktualisiert.
-
Umbau zum Magazin: eigene Farbwelt je Themenbereich, eigene Seite für jedes Rezept, Ausbau der Seite zum Mindesthaltbarkeitsdatum um den Vergleich für Österreich, Deutschland und die Schweiz.
-
Umstellung auf www.lebensmittelverschwendung.at als einzige Adresse, Aufräumen alter Dateibestände, Favicon- und Icon-Satz, vollständige SEO-Prüfung.
-
Grundlegende Überarbeitung: Jede Zahl wird auf eine Primärquelle zurückgeführt, alle Sicherheitsaussagen werden an der AGES ausgerichtet, ein zentrales Quellenregister entsteht.
-
Erste Fassung der Website online. Struktur und Texte stammen aus dieser Fassung.
Was diese Website nicht leisten kann
Die Inhalte sind allgemeine Information. Sie ersetzen keine individuelle lebensmittelrechtliche, medizinische oder ernährungsmedizinische Beratung. Wer besonders gefährdet ist – Schwangere, Kleinkinder, ältere und immungeschwächte Menschen –, sollte bei Zweifeln eher entsorgen und im Ernstfall ärztlichen Rat einholen.
Verbindliche Auskünfte zur Lebensmittelsicherheit gibt die AGES; für Beschwerden über konkrete Produkte ist die Lebensmittelaufsicht des jeweiligen Bundeslandes zuständig.
Redaktion Byte Media GmbH · zuletzt geprüft und aktualisiert am · So arbeiten wir