Termine und Hintergrund
Tag gegen Lebensmittelverschwendung: der 29. September und was rundherum läuft
Ein Welttag der Vereinten Nationen, eine österreichische Branchenaktion und eine deutsche Aktionswoche – drei Dinge, die gern verwechselt werden. Hier stehen sie mit geprüften Terminen nebeneinander.
Die kurze Antwort
Der Internationale Tag gegen Lebensmittelverschwendung ist jedes Jahr am 29. September. Die Vereinten Nationen haben ihn 2019 mit der Resolution 74/209 eingeführt; fachlich begleiten ihn die FAO und das UN-Umweltprogramm.[1]
Rund um dieses Datum laufen nationale Kampagnen, die nicht dasselbe sind. In Österreich richten sich die Aktionstage „Nix übrig für Verschwendung“ an Gastronomie und Großküchen[2], in Deutschland lädt die Aktionswoche „Zu gut für die Tonne!“ zum Mitmachen ein[3]. Wer die drei durcheinanderbringt, wundert sich später über widersprüchliche Daten.
Was im Herbst 2026 tatsächlich läuft
Jede Zeile wurde an der Seite des Veranstalters geprüft. Was dort nicht mit Datum stand, steht hier nicht.
| Anlass | Zeitraum | Wo | Für wen | Träger |
|---|---|---|---|---|
| Internationaler Tag gegen Lebensmittelverschwendung[1] | 29. September (jährlich) | weltweit | alle | Vereinte Nationen, fachlich begleitet von FAO und UNEP |
| Aktionstage „Nix übrig für Verschwendung“[2] | 28. September bis 4. Oktober 2026 | Österreich | Gastronomie, Hotellerie und Großküchen | United Against Waste, unterstützt vom BMLUK, der Stadt Wien und sieben Bundesländern |
| Aktionswoche „Zu gut für die Tonne!“[3] | 29. September bis 6. Oktober 2026 | Deutschland | alle, eigene Aktionen können angemeldet werden | Bundesinitiative „Zu gut für die Tonne!“ |
Ein Welttag, zwei nationale Kampagnen
Der 29. September gehört den Vereinten Nationen
Er ist ein Aktionstag ohne Programm: Die UN setzen das Datum, die Inhalte kommen von Ländern, Organisationen und Betrieben. Es gibt also keine zentrale Veranstaltung, zu der man hingehen könnte. Die FAO sammelt eingetragene Veranstaltungen auf einer Weltkarte.[1]
Österreich: eine Branchenaktion, keine Haushaltskampagne
Die Aktionstage „Nix übrig für Verschwendung“ laufen 2026 zum achten Mal, vom 28. September bis 4. Oktober, und richten sich ausdrücklich an die Außer-Haus-Verpflegung – also an Küchen, die täglich für viele Menschen kochen. Unterstützt werden sie vom Landwirtschaftsministerium, der Stadt Wien und sieben Bundesländern.[2]
Für Haushalte gibt es daraus nichts anzumelden. Das ist kein Mangel: In Großküchen liegt ein anderer, gut messbarer Hebel – und die Ergebnisse solcher Erhebungen sind auch für Privatleute interessant.
Deutschland: die Aktionswoche zum Mitmachen
„Zu gut für die Tonne!“ ist die Initiative des deutschen Landwirtschaftsministeriums. Ihre Aktionswoche läuft 2026 vom 29. September bis 6. Oktober, zum siebten Mal, unter dem Motto „Alles auf dem Zettel!“ mit Schwerpunkt auf kluger Planung. Wer selbst eine Aktion veranstaltet, kann sie über ein Formular eintragen; es gibt Materialien und eine Karte aller Aktionen.[3]
Das ist eine deutsche Aktionswoche. Für österreichische Haushalte sind die Materialien trotzdem brauchbar – nur die Termine und Anmeldungen gelten dort.
Was man hier selbst tun kann
Für österreichische Haushalte ist zu diesem Tag keine eigene Kampagne bekannt. Das haben wir geprüft – und es ändert wenig, denn das Wirksame passiert ohnehin zu Hause.
- Eine Woche lang aufschreiben, was weggeworfen wird. Nur Zettel und Stift. Fast alle unterschätzen die Menge, und fast alle entdecken dabei dasselbe: Es ist immer wieder dieselbe Handvoll Dinge.
- Den Kühlschrank einmal richtig einräumen. Die Zonen sind nicht gleich kalt, und die meisten Lebensmittel liegen am falschen Platz. Wie es richtig geht, steht unter Lebensmittel richtig lagern.
- Vor dem Wegwerfen das Datum richtig lesen. Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum bedeuten Verschiedenes – der Unterschied und der Entscheidungsweg stehen unter Mindesthaltbarkeitsdatum.
Was im September konkret ansteht – Ernteschwemme, Schuljause, Einkochen –, steht im Septemberservice.
Warum es diesen Tag gibt
Die Vereinten Nationen haben sich im Nachhaltigkeitsziel 12.3 vorgenommen, die Lebensmittelverschwendung pro Kopf im Handel und bei den Verbrauchern bis 2030 zu halbieren und die Verluste entlang der Lieferketten zu verringern.[4] Der Aktionstag ist das jährliche Erinnerungsschild dazu.
Was Österreich betrifft, stehen die belegten Zahlen mit Definition und Bezugsjahr auf der Seite Zahlen und Fakten. Dort ist auch erklärt, warum verschiedene Quellen zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen – und was das mit der Frage zu tun hat, was überhaupt als Abfall gezählt wird.
Auch der österreichische Veranstaltungskalender des Landwirtschaftsministeriums führt den Tag.[5]
Quellen dieser Seite
Die Zahlen auf dieser Seite stammen aus den folgenden Veröffentlichungen. Jede Hochzahl im Text führt direkt zum passenden Eintrag.
- International Day of Awareness of Food Loss and Waste (IDAFLW), 29. September. Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). abgerufen 14.09.2026; Grundlage UN-Resolution 74/209 aus 2019. Quelle aufrufen
- Aktionstage „Nix übrig für Verschwendung“ 2026, 28. September bis 4. Oktober. United Against Waste (Österreich). abgerufen 14.09.2026. Quelle aufrufen
- Aktionswoche 2026, 29. September bis 6. Oktober, Motto „Alles auf dem Zettel!“. Bundesinitiative „Zu gut für die Tonne!“ (Deutschland). abgerufen 14.09.2026. Quelle aufrufen
- Ziele für nachhaltige Entwicklung, Ziel 12: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster (Unterziel 12.3). Vereinte Nationen. Agenda 2030. Quelle aufrufen
- Veranstaltungen des Bundesministeriums, Eintrag zum Internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK). abgerufen 14.09.2026. Quelle aufrufen
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